Schon zu Lebzeiten hatte Mariechen Pitzer
ein Herz für ihr Dorf Pölitz.
Mehrfach spendete sie zum Beispiel für den
Kindergarten, wollte aber nie genannt werden.
Als Mariechen Pitzer im August 2003 im Alter
von 76 Jahren verstarb, vererbte sie der
Gemeinde Pölitz fast eine viertel Million Euro.
Dieses Geld wurde Anfang 2004 in eine Stiftung
überführt, die "Mariechen Pitzer Stiftung".
Jährlich stehen somit ca. € 6.000,- durch Zins-
einnahmen der Mariechen Pitzer Stiftung für
Jugend- und Seniorenarbeit sowie Kultur und
Sport im Dorf zur Verfügung.
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Mariechen Pitzer an einem ihrer Webstühle |
Ganz im Sinne von Mariechen Pitzer, die mit Fleiß und Bescheidenheit als Handwebmeisterin
im Laufe von Jahrzehnten ein kleines Vermögen erarbeitete.
Hätte ihr vor einigen Jahren verstorbene Mann Harry sie nicht manchmal zum Spazierengehen
mit dem Dackel geschickt, der stets zum Leben des kinderlosen Ehepaars gehörte, die
leidenschaftliche Handwerkerin hätte manche Tage alle Pausen vergessen. Außergewöhnliche
Stoffe und Bekleidungsstücke fanden die von weit her angereisten Kunden im kleinen Laden
neben der Werkstatt mit drei Webstühlen.
Mehrfach spendete die eingeheiratete Pölitzerin für den Kindergarten Pusteblume. Für sich selbst
gaben die Eheleute Pitzer kaum Geld aus. Große Urlaubsreisen gab es nicht. "Urlaub haben wir
hier in Pölitz", fanden sie.
Übrigens: Jeder Bürger/in hat die Möglichkeit Vorschläge zur Förderung durch die Mariechen Pitzer Stiftung
beim Stiftungsbeirat einzureichen. Hierfür wenden Sie sich bitte an den Stiftungsbeirat.
Vorsitzender des Beirates ist zur Zeit unser Ehrenbürgermeister Rainer Westphal.
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